Joghurt gilt als gesunder Snack – ob zum Frühstück, als Dessert oder zwischendurch. Doch nicht jedes Produkt im Kühlregal hält, was es verspricht. Gerade in Zeiten, in denen die Auswahl riesig ist, fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Manche Sorten sind echte Nährstoffbomben, andere entpuppen sich dagegen als Zuckerfalle.
Worauf man beim Joghurtkauf achten sollte
Ein Blick auf die Nährwerttabelle lohnt sich immer. Laut Experten sollte ein Joghurt nicht mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Gramm enthalten. Wer regelmäßig auf Fruchtjoghurts zurückgreift, nimmt jedoch oft ein Vielfaches davon zu sich. In einem Becher stecken nicht selten drei bis vier Stück Würfelzucker – deutlich mehr, als vielen bewusst ist. Ich habe mir angewöhnt, beim Einkaufen die Rückseite der Verpackung zu lesen. Gerade bei vermeintlich „leichteren“ Produkten erlebt man dabei oft Überraschungen.
Warum Naturjoghurt 0 % nicht automatisch die bessere Wahl ist
Viele Verbraucher greifen aus Gewohnheit zum fettarmen Joghurt mit dem Aufdruck „0 %“. Klingt gesund – ist es aber nicht unbedingt. Häufig gleichen die Hersteller den fehlenden Fettgehalt mit Süßstoffen oder Zusatzstoffen aus, die den Geschmack verstärken sollen. Für die Gesundheit ist das nicht immer die beste Option. Ernährungswissenschaftler empfehlen stattdessen einen normalen Naturjoghurt oder Vollmilchjoghurt. Wem das zu fad ist, der kann ihn mit frischen Früchten, etwas Honig oder einer Prise Zimt verfeinern. Ich selbst mische mir morgens gern eine Handvoll Beeren hinein – so bleibt es frisch und gesund.
Diese Joghurts sind empfehlenswert
Produkte wie griechischer Joghurt, klassische Naturjoghurts oder auch Sorten wie „Perle de Lait nature“ oder „Fjord“ schneiden in Tests regelmäßig gut ab. Sie liefern Kalzium, Eiweiß und haben in der Regel eine überschaubare Zutatenliste. Wichtig ist, dass man möglichst unverarbeitete Varianten wählt und den Geschmack selbst bestimmt, anstatt auf stark aromatisierte Mischungen zurückzugreifen.
Auch pflanzliche Alternativen können eine gute Wahl sein. Joghurts aus Mandel- oder Kokosmilch sind in der Regel leicht verdaulich und eine willkommene Abwechslung. Bei Sojajoghurts hingegen gibt es Einschränkungen: Studien weisen darauf hin, dass ein hoher Konsum den Hormonhaushalt beeinflussen könnte, da Soja Phytoöstrogene enthält. Deshalb raten Fachgesellschaften dazu, Sojaprodukte in Maßen zu genießen.
Fazit: Weniger Zucker, mehr Natürlichkeit
Wer bewusst einkauft, kann mit Joghurt einen wertvollen Beitrag zu seiner Ernährung leisten. Doch Vorsicht bei zu bunten Verpackungen und großen Versprechen: Oft versteckt sich dahinter mehr Zucker, als man denkt. Die beste Wahl bleibt der schlichte Naturjoghurt – individuell verfeinert und ohne unnötige Zusätze.


