Diese Warnzeichen beim Leberkrebs sollten Sie nicht ignorieren, rät Expertin

Diese Warnzeichen beim Leberkrebs

Leberkrebs gehört zu den stillen Erkrankungen: Oft wird er erst erkannt, wenn er bereits weit fortgeschritten ist. Laut dem französischen Institut national du cancer (INCa) wurden allein 2023 mehr als 11.600 neue Fälle registriert – knapp 80 Prozent davon bei Männern. Die häufigste Form, das sogenannte hepatozelluläre Karzinom, entwickelt sich meist auf dem Boden einer chronischen Lebererkrankung wie einer Hepatitis B oder C oder einer Leberzirrhose. Doch auch Menschen mit einem scheinbar gesunden Organ können betroffen sein.

Das Tückische daran: Die Leber selbst verursacht kaum Schmerzen. „Der Leberkrebs bleibt lange unbemerkt, weil das Organ still arbeitet, ohne sich bemerkbar zu machen“, erklärt die Gastroenterologin Dr. Pauline Guillouche. Selbst bei einer klinischen Untersuchung sei die Leber oft nicht auffällig – erst Symptome oder Blutwerte geben Hinweise.

Warnzeichen, die ernst genommen werden sollten

Die Ärztin nennt mehrere Beschwerden, die Anlass für eine Untersuchung sein sollten:

  • anhaltende Müdigkeit,
  • unerklärlicher Gewichtsverlust,
  • Appetitlosigkeit,
  • Gelbfärbung der Haut oder Augen (Gelbsucht),
  • auffällige Blutwerte,
  • in seltenen Fällen Schmerzen im rechten Oberbauch.

Zwar sind diese Anzeichen nicht automatisch ein Hinweis auf Leberkrebs, doch sie sollten ärztlich abgeklärt werden. Wer sie ignoriert, riskiert, dass eine Erkrankung erst in einem späten Stadium entdeckt wird. „Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung“, betont Dr. Guillouche.

Risikofaktoren für Leberkrebs

Neben übermäßigem Alkoholkonsum, der als Hauptauslöser gilt, spielen weitere Faktoren eine Rolle:

  • Tabakkonsum,
  • Infektionen mit Hepatitis B oder C,
  • Übergewicht und Adipositas,
  • Eisenüberladung der Leber (Hämochromatose),
  • eine Fettleber, medizinisch Steatose genannt.

Wer zu einer dieser Risikogruppen gehört, sollte laut Experten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in Betracht ziehen – am besten in Form von Bluttests und Ultraschall.

Sujet qui pourrait vous intéresser :  Welcher Honig wirklich gut ist – und welchen Sie meiden sollten

Behandlungsmöglichkeiten

Wird die Erkrankung festgestellt, beraten Ärzteteams aus verschiedenen Fachrichtungen über die beste Therapie. Zur Verfügung stehen heute mehrere Ansätze:

  • eine Operation, bei der der betroffene Teil der Leber entfernt wird,
  • eine Lebertransplantation, die zugleich den Tumor und die Grunderkrankung behandelt,
  • Verfahren wie die Zerstörung von Tumorzellen durch Radiofrequenz,
  • sowie Chemotherapie, wenn eine operative Entfernung nicht mehr möglich ist.

Die Wahl der Behandlung hängt von vielen Faktoren ab – etwa vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten, der Größe und Lage des Tumors und vom Vorhandensein einer chronischen Lebererkrankung.

Wie Sie Ihre Leber schützen können

Weil die Lebererkrankungen oft erst spät erkannt werden, empfehlen Fachärzte, das Organ aktiv zu schützen, bevor Symptome auftreten. Dazu gehören:

  • eine ausgewogene Ernährung, idealerweise mediterran geprägt,
  • tägliche Bewegung,
  • Verzicht auf Rauchen und maßvoller Umgang mit Alkohol.

Der US-Gastroenterologe Dr. Joseph Salhab rät außerdem, bereits beim Frühstück bewusst zu wählen: Nüsse, Beeren, grüner Tee, Matcha oder sogar schwarzer Kaffee können positive Effekte auf die Lebergesundheit haben.

Eine persönliche Erfahrung verdeutlicht, wie wichtig das Thema ist: Ein Bekannter von mir litt jahrelang an starker Müdigkeit und schob es auf Stress im Job. Erst ein Routinebluttest brachte die Ursache ans Licht – eine beginnende Fettleber. Durch konsequente Ernährungsumstellung und Bewegung konnte er die Entwicklung stoppen. Diese Geschichte zeigt, wie wertvoll frühe Aufmerksamkeit sein kann.

Bild von Matteo Fischer
Matteo Fischer

Ich heiße Matteo. Schon seit meiner Kindheit begeistert mich das Kochen – auf diesem Blog teile ich meine Tipps, Rezepte und meine Leidenschaft für die kulinarische Welt.

Zu Matteos Artikeln

Ähnliche Artikel